Die Wahrheit über Potsdam und das NS-Konzentrationslagersystem. Viele Menschen, die nach Informationen über ein „Konzentrationslager Potsdam“ suchen, sind überrascht zu erfahren, dass es in Potsdam selbst kein großes NS-Konzentrationslager gab. Anders als Auschwitz, Dachau, Buchenwald oder Sachsenhausen besaß Potsdam kein eigenes Lager. Die Stadt spielte jedoch während der NS-Zeit und später unter sowjetischer Besatzung eine wichtige Rolle. Die Verwirrung rührt oft von Potsdams Nähe zu Berlin und Sachsenhausen sowie der dortigen Gefängnisse und Haftanstalten zur politischen Verfolgung her. Dieser Reiseführer vermittelt die wahre Geschichte, erklärt Potsdams Verbindung zum NS-Konzentrationslagersystem und stellt Gedenkstätten vor, die Sie heute besuchen können.
Gab es in Potsdam ein Konzentrationslager?
Sachsenhausen: Das nächstgelegene Konzentrationslager zu Gefängnissen und Haftanstalten der NS-Zeit in Potsdam, Die Todesmärsche von Sachsenhausen in Potsdam

Heute in Potsdam: Besichtigung historischer Stätten. Warum das Geheimnis eines Potsdamer Konzentrationslagers?
Ein Konzentrationslager in Potsdam?
Kurze Antwort: auf keinen Fall.
Während des Dritten Reiches gab es in Potsdam kein größeres nationalsozialistisches Konzentrationslager. Anders als in Sachsenhausen, Auschwitz, Dachau oder Buchenwald befand sich in Potsdam kein von der SS betriebenes Konzentrationslager. Dennoch war die Stadt eng mit dem System der politischen Verfolgung des NS-Regimes verbunden. Potsdam verfügte über Gefängnisse, Haftanstalten und Verwaltungsgebäude, die zur Unterdrückung politischer Gegner und anderer verfolgter Gruppen beitrugen. Viele glauben fälschlicherweise, dass es in Potsdam ein Konzentrationslager gab, da die Stadt in der Nähe von Berlin und Sachsenhausen liegt. Das nächstgelegene größere nationalsozialistische Konzentrationslager war Sachsenhausen in Oranienburg, etwa 35 Kilometer nördlich von Berlin. Es war von Potsdam aus leicht zu erreichen. Sachsenhausen wurde 1936 gegründet und war eines der wichtigsten Konzentrationslager im nationalsozialistischen Deutschland. Es diente der SS als Musterlager.
- Politische Gegner
- Juden,
- Die Widerstandskämpfer
- Jehovas Zeugen
- Schwule.
- Roma
- Ausländische Zwangsarbeit
- Kriegsgefangene
Von 1936 bis 1945 waren über 200.000 Menschen in Sachsenhausen inhaftiert. Zehntausende starben an Hunger, Krankheiten, Zwangsarbeit, Hinrichtungen und den Folgen medizinischer Experimente. Ein Besuch in Sachsenhausen bietet allen, die sich für die nationalsozialistische Verfolgung in der Nähe von Potsdam und Berlin interessieren, einen wichtigen historischen Einblick. Auf unserer Gedenkstätte-Führung durch Sachsenhausen erläutert Ihnen ein fachkundiger Guide die Geschichte des Lagers, erzählt die Schicksale der Häftlinge und beschreibt die Rolle des Lagers im NS-Regime.
Hier erfahren Sie mehr über unsere Erfahrungen im Berliner Konzentrationslager: Berliner Konzentrationslager-Erfahrung
Potsdam besaß zwar kein Konzentrationslager, doch befanden sich dort während der NS-Zeit mehrere Haftanstalten. Eine der wichtigsten Stätten ist die Gedenkstätte Lindenstraße. Das Gebäude diente den Nationalsozialisten ursprünglich als Gefängnis zur Inhaftierung politischer Gegner, Widerstandskämpfer und Regimekritiker. Nach 1945 wurde es von den sowjetischen Behörden und später vom Ministerium für Staatssicherheit (Stasi) der DDR genutzt.
Heute ist der Ort eine Gedenkstätte und ein Museum zur Erinnerung an die politische Verfolgung unter drei verschiedenen Regimen: Nazi-Deutschland, der DDR und den sowjetischen Besatzungsbehörden. Die Gedenkstätte bietet wertvolle Einblicke in die Entwicklung der politischen Repression im Laufe des Jahrhunderts. Potsdam war in dieser Zeit auch ein Regierungszentrum. Als Hauptstadt Preußens und eng mit Berlin verbundene Stadt beherbergte Potsdam Regierungsinstitutionen, die innerhalb des NS-Staatsapparats eine wichtige Rolle spielten. Gefangene wurden in der Regel in größere Konzentrationslager an anderen Orten verlegt, obwohl administrative Entscheidungen, die die politische Verfolgung betrafen, oft in den größeren Lagern getroffen wurden. Berlin Potsdam Region.

Potsdam war in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs auch mit der Geschichte der Konzentrationslager verbunden. Im April 1945, als die Alliierten Berlin näherkamen, begann die SS mit der Evakuierung von Häftlingen aus dem Konzentrationslager Sachsenhausen. Tausende erschöpfte Gefangene wurden unter furchtbaren Bedingungen zu Märschen nach Westen gezwungen, und einige dieser Todesmärsche führten in der Nähe von Potsdam vorbei. Die Gefangenen litten unter Hunger, Erschöpfung, der Witterung und willkürlichen Hinrichtungen durch die Wachen. Viele starben, bevor sie befreit werden konnten. Diese Märsche gehörten zu den letzten Verbrechen des NS-Regimes vor der Kapitulation Deutschlands. Nach dem Krieg wurde Potsdam Teil der sowjetischen Besatzungszone. Ein bemerkenswerter Ort ist das Gefängnis Leistikowstraße, oft auch als KGB-Gefängnis bezeichnet. Anders als Sachsenhausen war dies kein NS-Konzentrationslager, sondern wurde nach dem Krieg vom sowjetischen Militärgeheimdienst betrieben. Zwischen 1945 und 1950 waren dort Tausende von Menschen inhaftiert, darunter:
- mutmaßliche politische Dissidenten
- Ehemalige Beamte
- Verdächtige Spione
Heute dient das Gefängnis als Gedenkstätte und Bildungszentrum, das die sowjetische Repression im Nachkriegsdeutschland dokumentiert. Wer sich für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs und politische Verfolgung interessiert, findet in und um Potsdam mehrere bedeutende Gedenkstätten.
- Lindenstraße-Denkmal

Hier die wichtigsten Punkte:
- So wie sie damals waren: Gefängniszellen.
- Historische Ausstellungen
- Augenzeugenberichte von ehemaligen Häftlingen
- Informationen über die Unterdrückung durch Nazis, Sowjets und die DDR
- Leistikowstraße-Denkmal
- Besucher erfahren mehr über:
- Aktivitäten des sowjetischen Militärgeheimdienstes
- politische Gefangenschaft in Kriegszeiten
Das Leben in der Gedenkstätte und dem Museum Sachsenhausen. Wer mehr über das Konzentrationslagersystem erfahren möchte, findet in Sachsenhausen, in der Nähe von Potsdam, die wichtigste Gedenkstätte.
Das Denkmal besteht aus:
- das alte Katzenlagertor
- Gefängnisbaracken
- Strafzellen
- Hinrichtungsorte: Die Krankenstation
- Ausstellungen des Museums
Geführte Touren helfen Besuchern, den historischen Kontext dieser Orte und die Funktionsweise des Lagers zu verstehen. Wenn Sie Berlin oder Potsdam besuchen, bietet Ihnen unsere Führung durch die Gedenkstätte Sachsenhausen fachkundige Einblicke und einen detaillierten Überblick über die Geschichte des Lagers. Berliner Konzentrationslager-Erfahrung
Die Verwirrung hat mehrere Gründe:
-
Potsdams Nähe zu Sachsenhausen
Viele Besucher Berlins und Sachsenhausens übernachten in Potsdam, was manche zu der Annahme verleitet, dass sich das Lager dort befand.
-
Die politischen Gefängnisse von Potsdam

Das Gefängnis in der Lindenstraße Eine dieser Einrichtungen ist das Gefängnis in der Lindenstraße. Manche bezeichnen sie fälschlicherweise als Konzentrationslager. Reiseführer und Internetbeiträge verwenden mitunter falsche Begriffe, wenn sie von Haftanstalten in Potsdam sprechen. Um sich mit dieser Zeit auseinanderzusetzen, ist es wichtig, den Unterschied zwischen Gefängnissen, Haftanstalten und Konzentrationslagern zu kennen.
Häufig gestellte Fragen
Gab es in Potsdam ein Konzentrationslager?
Nein, in Potsdam gab es kein großes nationalsozialistisches Konzentrationslager. Das nächstgelegene größere Konzentrationslager war Sachsenhausen in Oranienburg, etwa 35 Kilometer nördlich von Berlin.
Ja. Die Nazis sperrten Menschen in Potsdam ein.
Ja, es gab politische Gefangene, die in Einrichtungen wie dem Gefängnis Lindenstraße festgehalten wurden, aber das waren keine Konzentrationslager.
Gibt es in Potsdam heute noch historische Nazi-Stätten zu besichtigen?
Ja, Besucher können die Gedenkstätte Lindenstraße besichtigen und mehr über die politische Verfolgung während der NS-Zeit erfahren.
Was geschah nach dem Zweiten Weltkrieg in Potsdam?
Nach der deutschen Niederlage wurde Potsdam Teil der sowjetischen Besatzungszone. Die sowjetischen Behörden nutzten das Gefängnis Leistikowstraße und mehrere andere Haftanstalten.
Lohnt sich ein Ausflug von Potsdam nach Sachsenhausen?
Ja, Sachsenhausen ist eine der wichtigsten Gedenkstätten in Deutschland und bietet wertvolle Einblicke in das System der nationalsozialistischen Konzentrationslager. Die Stätte ist sowohl von Potsdam als auch von Berlin aus gut zu erreichen.

In Potsdam selbst gab es kein größeres nationalsozialistisches Konzentrationslager, obwohl häufig nach einem „Konzentrationslager Potsdam“ gesucht wurde. Die Gefängnisse und Haftanstalten der Stadt sowie die Nähe zum Konzentrationslager Sachsenhausen verbinden Potsdam jedoch mit der Geschichte politischer Verfolgung. In den letzten Kriegswochen führten die Todesmärsche von Sachsenhausen auch durch Potsdam. Die wichtigste Gedenkstätte in der Nähe von Potsdam für alle, die sich für diese Geschichte interessieren, ist die Gedenkstätte und das Museum Sachsenhausen. Zusammen mit den Gedenkstätten in Potsdam bietet es eine wertvolle Gelegenheit, mehr über die Auswirkungen von Diktatur und politischer Repression sowie die Bedeutung des Erinnerns an die Vergangenheit zu erfahren.
Es ist wichtig, die historischen Fakten zu kennen, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und sicherzustellen, dass künftige Generationen aus einer der dunkelsten Epochen der europäischen Geschichte lernen.
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